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Graswang

Erklärung des Namens „Graswang“

Graswang

„Wang“ ein von Natur aus mit Vegetation bestandenes Gebiet, oder ein natürlich grünendes Gelände: Orte auf -wang sind sehr alt und gehen auf Gründungen in germanischer Zeit zurück. Somit wäre denkbar, dass auch auf dem Boden Ettals schon in jener Zeit eine Siedlung bestand. Belegt ist jedoch, dass Graswang bereits vor Ettal bewohnt war. Für die Uransiedlung war die „wang“, jene weite, mit Gras bewachsene Weidefläche, das Ideal.

Geschichte des Ortes Graswang:

Bestand Graswang bereits vor Ettal oder geschah die Besiedelung erst nach der Klostergründung? Hier werden zwei Meinungen vertreten. Bührlen schließt sich, wie auch Glasthaner, der zweiten an, wenn er schreibt, dass Graswang schon vor der Stiftung des Klosters bebaut und bevölkert gewesen ist.

Die fünf unbenannten Schwaigen im Amte Ammergau, die im Salbuch Herzog Ludwigs des Strengen um 1270 aufgeführt sind, dürften am fuglichsten im Graswangtale zu suchen sein. Sie hatten miteinader 2 Pfund Pfennige und jede hatte insbesondere 600 Käse an das herzogliche Amt jährlich zu verabreichen. – Das dürften die Höfe im Graswang und Linder gewesen sein.

Lage:

Bauernhöfe in Graswang

Graswang ist einer kleiner bäuerlich geprägter Ort der abseits der Durchgangsstraße Ettal – Oberammergau liegt, jedoch auf halber Strecke zum Schloß Linderhof. Die ruhige Lage und alte Bauernhöfe in Holz bzw. mit kunstvollen Giebeln geschmückte Häuser kennzeichnen das Dorf.

15 Minuten vom Ort entfernt liegt die barocke „Gertrudis-Kapelle“ von 1694 beim Forsthaus Dickelschwaig.

 

 

Das Ettaler- und Graswang-Tal ist ein Relikt aus der Eiszeit

Langlaufparadies Graswang

Bei näherer Untersuchung zeigt sich, dass diese Gegend eine interessante geologische Vergangenheit aufweist. Von überwiegender Bedeutung ist die Mittelzeit der Erde mit den 3 Hauptformationen : Trias, Jura und Kreide. Aus dieser Zeit stammt das Material, aus dem sich die Berge des Ammergebirges aufbauen. Die Form des Tales ist auf Gletscher zurückzuführen.

Im Graswangtal entspringen an der Mühlwaldstraße im Bereich der „Schwarzwand“ die „Großen Ammerquellen“ und auf gleicher Höhe, jedoch nördlich der Staatsstraße 2060 bei den Rahmbauern die „Kleinen Ammerquellen“. Die Großen Ammerquellen bilden die Ammer, die Kleinen Ammerquellen fließen in ein schmales Bachbett, durch das Weidmoos nach Süd-osten. Das Wasser wird mit Hilfe eines Dückers unter der regulierten Ammer hindurchgeführt und bei der Ettaler Mühle aufgestaut. Der sogenannte Mühlbach fließt in der Nähe der Kapellenwand in die Ammer.

St. Gertrudiskapelle – Dickelschwaig

Forsthaus Dickelschwaig mit Kapelle

Erbaut 1694 unter Abt Romuald Haimblinger, Ausmalung 1755 durch Jakob Zeiler. die Inschrift RHAZE über der Eingangstüre bedeutet. Romualdus Abbas Zaenobbii Ettalensis, Romuald, Abt des Ettalischen Klosters.

 

St. Gertrudiskapelle im Langlaufparadies